PREISTRÄGER 2014

GOLD

BAZI´S SCHLEMMERKUCHEN

Schweinebraten to go. So einfach lässt sich das von Hamed Ghahremani und Deniz Sevengül ins Leben gerufene Konzept beschreiben. Warum ist darauf früher noch keiner gekommen? Seit April 2013 betreiben die in München aufgewachsenen Junggastronomen die sichseit ihrer Kindheit kennen, das Fast-Casual Konzept „Bazi’s Schlemmerkucherl“ im Münchner Glockenbachviertel. Als Dauerbrenner hat sich die „Bazi-Box“ etabliert – ein Pappkarton im Stil einer Nudelbox, der mit Blaukraut, selbstgemachten Kartoffel-Knödeln und wahlweise Krustenschweine- oder Entenbraten gefüllt wird. Großer Beliebtheit erfreut sich zudem der Bayrito, eine mit den selbigen Zutaten eingewickelte Weizentortilla. Wer keine Lust auf Braten hat, kann sich eine der vielen Kaisersemmeln aussuchen, die z.B. mit gegrilltem Schweinenackensteak oder Leberkäs serviert werden.
Dass die beiden Gastronomen nicht nur ein Produkt verkaufen, sondern auch ein Lebensgefühl vermitteln möchten, wird beim Betreten des Ladenlokals deutlich. Holzverkleidete Wände, blau-weiße Farbe und typisch bayrische Gegenstände vermitteln gemütliche Wirtshausatmosphäre.
Besonders unter den Nachtschwärmern der nahe gelegene Bars und Clubs erfreut sich das Konzept wachsender Popularität, weshalb das „Bazi’s“ an Wochenenden erst um 5 Uhr morgens seine Pforten schließt. Tagsüber zeigt die gemischte Gästestruktur, dass die bayrische Küche durch alle Gesellschafts- und Altersschichten hinweg eine hohe Beliebtheit genießt.

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SILBER

NENI

„NENI“ – das sind die Anfangsbuchstaben der Vornamen von Nuriel, Elior, Nadiv und Ilan Molcho, den Söhnen von „NENI“ Gründerin und Köchin Haya Molcho. Im 10. Stock des „25hours“ Hotels im Bikini Haus Berlin öffnete im Januar 2014 zeitgleich mit dem Hotelbetrieb das „NENI“ Restaurant seine Pforten. Vorbei an der verglasten Küche die Einblick in das rege Geschehen hinter dem Herd gibt, präsentiert sich das „NENI“ mit einem in der Raummitte platzierten und leicht erhöhten Gewächshaus, zusammengebaut aus Teilen alter Treibhäuser. Den Raumeindruck prägen zudem die vielen auf verschiedenen Ebenen schwebenden Pflanzen und ausgewählte Designstücke. Dabei bieten riesige Glasfronten mit bodentiefen Fenstern umgeben von einer großen Terrasse einen imposanten Panoramablick über die City-West und das Blätterdach des Tiergartens. Schon in der Konzeptphase hat sich das Team um „25hours“ Geschäftsführer Christoph Hoffmann nach Tel Aviv aufgemacht. In der Heimatstadt von Haya Molcho hat die Truppe jede Menge Geschmackserlebnisse gesammelt und für Berlin gefiltert. Die kulinarischen Reiseeindrücke kommen unter der Regie von Haya Molcho nun in Berlin als eklektische ostmediterrane Küche auf den Tisch. Die Speisekarte spiegelt ein kulinarisches Mosaik aus u.s. arabischen, österreichischen, russischen und spanischen Einflüssen wieder. Das Konzept lebt vom Teilen und gemeinsamen Erleben der Gerichte. Jeder soll von Allem probieren können und Gerichte kommen ganz unprätentiös ohne Menüabfolge vom Herd auf den Tisch. Ob leichtes Mittagsmenü, stärkende Kleinigkeit oder ausgedehntes Abendessen mit Dessert, die Speisekarte bringt zum Ausdruck, was Haya Molcho wichtig ist: Neugier. Auf der Karte finden sich Spezialitäten wie Sabich, einem Mischmasch aus gebackenen Auberginen, Humus, pochiertem Ei und Amba oder orientalisch gebeizter Lachs mit Sojabohnen Salat, eingelegten Zitronen und Koriander. Das „Signature Dish“ ist ein Maishähnchen, welches 48 Std. in Arak und Kräutern mariniert auf dem Grill seine Vollendung findet. Grundlage vieler Gerichte ist u.a. Humus, welcher frisch aus der hauseigenen Produktion von Wien nach Berlin geliefert wird. Die Tischkultur im „NENI“ ist dem kulinarischen Konzept entsprechend bodenständig, es geht gelassen zu. Der Service ist ungezwungen, herzlich und persönlich. Dabei ist „25hours“ Bikini Berlin mit seinem entspannten Wesen der perfekte Ort für diese Philosophie.

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BRONZE

OFF CLUB

Auf dem abgelegenen Gelände des ehemaligen Hamburger Kraftwerkes hat Tim Mälzer im November 2013 das Restaurant „Off Club“ ins Leben gerufen, das er bis zu seiner Eröffnung geheim gehalten hatte. Mit dem freigeistigen wie ambitionierten Gastronomie-Projekt beweist Tim Mälzer großen unternehmerischen Mut, bei dem vor allem sein eigener Geschmack und seine Überzeugung sowie das kulinarische Experiment im Vordergrund stehen. Das Konzept lässt eine klare Handschrift erkennen, die Tim Mälzer operativ durch sein Team umsetzen lässt. Er bezeichnet seine Rolle im „Off Club“ als Coach, der dem Team beratend zur Seite steht und die Menüentwicklung mit gestaltet.
Der „Off Club“ besticht dabei durch seinen unkonventionellen Stil und hat eine inspirierende Wirkung. Nicht zuletzt überzeugt er jedoch mit einer ausgesprochen hohen Food-Qualität. Die Einrichtung lässt sich am ehesten als Stilmix beschreiben in dem sich japanische Comic-Figuren mit Punk, Trash und Street-Art zu einem urbanen spannenden Ganzen verbinden. Die Räumlichkeiten teilen sich gestalterisch in drei Bereiche auf die für Tim Mälzer den Verlauf eines „perfekten Abends“ darstellen. Gestartet wird in einer Mischung aus Bar und Wohnzimmer in kneipenartiger Atmosphäre. Danach geht es weiter ins „Madame X“, einem durch gemütliche knallrote Plüschsofas dominierten Raum, das an eine Mischung aus Puff und Chinarestaurant erinnert. Der dritte Teil des „Off Clubs“ ist ein lang gezogener Gang, dessen Interieur – wie Tische mit bunten Plastikdecken, hängenden Ballonlampen und einer Wand voller Street-Art – der Einrichtung einer asiatischen Strassenküche ähnelt. Er stellt den „Weg nach Hause“ dar.
Kulinarisch geht es ab 12:00 Uhr mit durchgehend warmen Gerichten los. Die Auswahl umfasst fünf Hauptrichtungen. Angefangen von bodenständigem „Kneipenessen“, „Munchies“ wie das Off/Clubsandwich und exklusives Sushis. Jenseits der Karte werden außerdem „Special Cuts“ wie ein halber Rinderrücken angeboten. Zudem kreiert Christian Bau und Alain Ducasse Schüler Thomas Imbusch von Mittwoch- bis Samstagabend monatlich wechselnde, fein abgestimmte aber schnörkellos unkonventionelle sieben Gänge Menus. Diese werden zu jeweils unterschiedlichen Themen wie „Handwerk“, „Tscheina Town“ oder aktuell „Bauchtanz“ in gleichbleibend hervorragender Qualität zubereitet. Zudem wird bei entspanntem Service eine Weinkarte gereicht, die in der Hansestadt ihres Gleichen sucht.

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