PREISTRÄGER 2010

GOLD

KITCHEN GUERILLAS

Als “Kitchen Guerillas” kapern Koral Elci und Olaf Deharde, seit Oktober 2009, allabendlich fremde Restaurants, Kombüsen oder andere ungewöhnliche Locations. Von Flensburg bis München stellen die beiden den Stammkoch außer Dienst und ziehen die Speisekarte ein.
Was mit gelegentlichen Treffen in den eigenen Wohnzimmern bzw. Küchen in unkomplizierter, kommunikativer Atmosphäre am Esstisch mit guten Freunden begann, setzen die Autodidakten mit ihren Kochevents nun für eine wachsende Fangemeinde um. Über Social Media Kanäle erreichen sie diese und sind ein “Restaurant ohne Restaurant” und damit zeitlich, räumlich und finanziell flexibel.
Mit experimentellen, hausgemachten Rezeptkreationen der heimischen und internationalen Küche, begleitet von exzellenten Weinen und handgemachter Musik, brutzeln, blanchieren und backen sie Überraschungs-Menüs für spontane Genießer – sie haben ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht. Mit einer Liebe für gutes, gesundes Essen in geselliger Runde beziehen sie, wenn möglich, die Servicekräfte der sorgfältig ausgesuchten Locations mit ein.
Den Kitchen Guerillas liegt es besonders am Herzen ein Bewusstsein für gutes Essen und ehrliche Produkte zu schaffen. Dies tun sie indem sie die Menschen zeigen, die hinter dem verwendeten Produkt stehen und ihr lokales Know-how in Geschichten erlebbar machen. Zukünftig werden diese auch in ein interaktives Netzwerk mit Blog, Filmen über Produkte und Kochevents, Fotos, etc. eingebunden und die Zusammenarbeit mit Schulen und Universitäten ausgeweitet – um nur einige der ambitionierten Pläne zu nennen…
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SILBER

LA BARACCA

Mit dem seit Mai 2010 eröffneten „La Baracca-Cucina Italiana“ hat Vapiano Erfinder Mark Korzilius, zusammen mit dem toskanischen Winzer Cosimo Gericke und dem renommierten Koch Patrick Jaros (Die Aubergine) ein Gastronomiekonzept erschaffen, welches italienische Lebensart mit innovativer Infrastruktur zu verbinden weiß.
Das Design, des am Maximiliansplatz gelegenen La Baracca, versteht sich als Brückenschlag zwischen Vintage und internationaler Gemütlichkeit und spiegelt die Leitgedanken der 2,3 Mio. € Konzeption in seinen Details wieder. Das Herzstück, des offen und kommunikativ wirkenden Gastraumes, ist eine gläserne Antipastistation, in der italienische Spezialitäten wie luftgetrockneter Schinken und Salami präsentiert und die Antipasti vor den Gästen frisch zubereitet und angerichtet werden. An kleinen Tischen, die sich mit langen weißen Holztafeln abwechseln, finden dort bis zu 200 Gäste für jeden Anlass den richtigen Platz. Weiterhin lädt eine Lounge mit bequemer Sofalandschaft zum Entspannen bei einem Kaffee oder Dessert ein. Ein besonderes Highlight dort aber ist die, zum Gast hin offene Weinbar, an welcher 84 offene Weine in verschiedenen Mengen selbstständig „gezapft“ und verkostet werden können. Zur Bestellung der Gerichte im Vorspeisenformat findet der Gast am Tisch ein in Leder gebundenes E-Menü vor, mit welchem er neben seiner Bestellung per Touchscreen auch Zusatzinformationen wie Bilder, Nährwertangaben und Ampelkennzeichnung zu den Gerichten erhält. Die Chipkarte aktiviert das E-Menü und ordnet jede Bestellung dem entsprechenden Platz zu, so kann sich der Gast frei zwischen den verschiedenen Bereichen des Restaurants bewegen.
Darüber hinaus können über einen Filter auch speziell Gerichte für Veganer, Vegetarier und Allergiker ausgewählt werden. Die vielseitigen Gerichte wie Pasta, Pizza, Risotto, Fisch und Fleisch vom Grill, bis hin zu Dolci, können mit beliebig vielen Gängen frei zusammengestellt werden und werden direkt am Tisch serviert. Am Ende des Abends wird mit der Chipkarte an der Checkout-Kasse bezahlt.
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BRONZE

CHIPPS

In dem im April 2010 von Heinz Gindullis eröffneten Restaurant „Chipps“ in Berlin, spielt Gemüse die Hauptrolle. Das kulinarische Konzept, welches auf wechselnde saisonale Gerichte und regionale Produkte setzt, trägt die Handschrift von Küchenchef Stephan Hentschel, der für seine Kreativität in der vegetarischen Küche bekannt ist. Der Slogan „serious eating“ ist mit einem Augenzwinkern zu verstehen und spielt auf die scheinbar unaufhebbare Gegensätzlichkeit von Fast Food und gesunder Ernährung an.
Das gradlinige „Chipp-Select“ Prinzip sieht vor, dass der Gast sich sein Gericht nach eigenem Geschmack und wahlweise als Hauptgericht oder Salat aus Einzelmodulen zusammenstellt.
Zur Auswahl stehen neben Basics wie Nudelblatt, Kartoffel-CHIPP und Cheddar-Knödel, viele frische Gemüse, sowie Saucen und Dressings. Fisch und Fleisch (aus biologischer Erzeugung) als Beilage auf einem Extrateller anzubieten ist dabei einer der innovativen Aspekte, die das Konzept ausmachen. Eine weitere Liebhaberei gilt der Wiederentdeckung alter Gemüsesorten aus dem Berliner Umland. Als Beispiel sei hier die violette Ur-Karotte genannt. Diese Gemüsesorten werden teilweise extra für das Chipps angebaut.
Mit der Option „Easy-Chipp“ sind aber auch fertig zusammengestellte Menüs auf der Mittags- und Abendkarte zu finden.
Auch das Designkonzept des Chipps, dessen Mittelpunkt eine offene Show-Küche bildet, zeichnet sich durch seine Klarheit aus. Die hellen Räumlichkeiten, in denen knapp 70 Gäste Platz finden, sind in Grautönen gehalten und erhalten durch große Metalllampen und ein einsehbares Lager eine besondere Note.
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